Die Objekte der Birkenfelder Künstlerin Rose Morlock spiegeln eine etwas verdrehte Welt, in der kaum etwas so ausschaut und sich darstellt, wie man es eigentlich erwarten sollte.
Wie gerade eben von einer Theaterbühne herabgestiegen fordern diese desorientierten Monster, freundlichen Insekten, Vögel mit Höhenangst und
zaghaft-schüchternen Walküren den Betrachter auf, seine Sehgewohnheiten zumindest für kurze Zeit ebenfalls einmal auf den Kopf zu stellen.
Zu diesem Kosmos sonderbarer Tiere und Gestalten gehört auch Monsieur Hulot, der irgendwie verwirrt, aber dennoch höchst motiviert an seiner Werkbank steht und sich seit Stunden fragt, wo denn wohl seine Brille sei.
Es ist das verlorene und wieder gefundene Paradies, die Augen der Seele, die Rose Morlocks Sichtweise bestimmen und es ihr ermöglichen, ihren Objekten und Skulpturen gleichermaßen berührende wie auch fröhliche und hoffnungsvolle Aspekte mit auf den Weg zu geben.
• • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • •
• geboren in Berlin im September 1945
• 1960 - 63 Au-Pair in Schweden
• 1963 - 66 Ausbildung als Goldschmiedin an der Goldschmiedeschule Pforzheim, danach langjährige Tätigkeit in der Pforzheimer Schmuckindustrie
• 70er- und 80er-Jahre Malerei in der Tradition der Naiven
• 1991 beruflicher Wechsel zur AOK Pforzheim
• in der gestalterischen Arbeit überwiegen nun großformatige Figuren aus Drahtgeflecht, Leinwand und Papier
• 1996 Gründungsmitglied der Künstlergruppe WERKHAND
• 2000 Übergang zu vorwiegend Holz und Fundstücken als Material für Skulpturen und Objekte, Einstieg in die Holzbildhauerei
• 2002 krankheitsbedingter Ausstieg aus dem Erwerbsleben
• die gestalterische Arbeit wird nun unter anderem auch zu einem wichtigen selbsttherapeutischen Element
zum Seitenanfang