In Bernd Morlocks Atelier ist die Atmosphäre geprägt von betont statischen Figuren, angelehnt an die Formensprache der archaischen Kulturen Europas und Zentralasiens.
Dazwischen jahrhundertealte Eichenbalken aus Abrisshäusern, rostiges Eisen, ausgegraben auf Äckern und in Flussbetten, Fundstücke mit langer Vergangenheit.
Aus altem Stahl werden im Feuer Klingen geformt, Messerobjekte, eine ebenso gedankliche wie handwerkliche Weiterentwicklung der täglichen Atelierarbeit.
Und immer wieder das sich drehende Rad ohne Anfang und Ende. Wie kaum ein anderes Symbol stehen Rad, Kreis und Ring für den Aspekt der Vergänglichkeit, den flüchtigen Augenblick.
Geburt, Altern und Tod, Vergehen und Wiederentstehen als lediglich vordergründig unterschiedliche Erscheinungsformen eines ewigen dynamischen Prozesses - diese Thematik bestimmt in vielerlei Ausprägungen Leben und Arbeit des Gestalters. |